• 01Nov

    Anforderung: Eine XEN-VM, die bisher als SSH-Login-Server benutzt wird, soll auch ein PPTP-VPN bereitstellen. Natürlich mit MPPE-128-Verschlüsselung, wozu will man auch sonst ein VPN haben.

    Idee: pptpd installieren, Konfiguration, Port 1723 und Protokoll GRE weiterleiten, fertig.

    Tja, denkste. Gentoo hat als modernsten Kernel mit XEN-Unterstützung die 2.6.18-xen-r12 im Angebot. Und was fehlt dort? Das Modul ppp_mppe bzw. die config-Option CONFIG_PPP_MPPE!

    Nächste Idee: ppp hat ein USE-Flag namens mppe_mppc, vielleicht bringt das ja etwas. Ein paar Kompilate später ist auch dieser Weg zu Ende. Das ist wohl ein alter Patch, der rein gar nichts bringt.

    Und nun? Vielleicht einen aktuellen Stanndardkernel von Gentoo nehmen und hoffen, dass er als XEN-DomU läuft? Pustekuchen, keine XEN-Unterstützung weit und breit. Immerhin hätte es hier ppp_mppe gegeben!

    Letztendlich habe ich einen Kernel aus Ubuntu 8.04 genommen (2.6.24-19-xen) und nutze diesen nun zum Booten der Gentoo-VM. Das funktionierte aber auch erst, nachdem in /sbin/rc ein paar Zeilen auskommentiert waren, die /proc und /sys einbinden wollen. Das erledigt nämlich der Ubuntu-Kernel schon vorher, also kam es zum Abbruch. Den Tipp habe ich hier gefunden.

    Fazit: Läuft, ist aber nicht schön. Aber es muss ja auch nicht immer alles schön sein. Man denke da nur an das unschöne 0:3 des großen beim kleinen HSV, das zeitgleich stattfand…

    Permalink

    Tags: , , , ,