• 08Nov

    Es gibt doch immer wieder Phänomene, die über den normalen Admin-Verstand hinausgehen. Man nehme z.B. diesen Fall:

    Das Acer Aspire 3000 eines Bekannten funktionierte auch nach mehrfacher Neueinrichtung von den Recovery-CDs nur mit USB-Maus und -Tastatur. Außerdem beschäftigte der System-Prozess die CPU dauerhaft mit ca. 50%, und die anderen Tasten (WLAN-Schalter, Power-Switch) funktionierten ebenfalls nicht.

    Also mal eine andere XP-CD genommen und frisch installiert. Alles lief wunderbar, also die Acer-CDs verflucht und das c’t Offline-Update angeschmissen. Rödel, rödel, rödel… Und nach einem der diversen Neustarts: das gleiche Phänomen! Kaum zu fassen!

    Nun gut – vor weiteren Versuchen mit Systemwiederherstellungspunkten (welches der zig Updates mag schuldig sein?) und neuen Chipsatztreibern nochmal einen Blick in die Suchmaschine werfen. Vielleicht finden die Jungs von Goggel ja in der Bibliothek was…

    Und siehe da: die erste Fundstelle zum Suchbegriff „aspire 3000 keyboard xp“ brachte diese Seite zum Vorschein. Zitat:

    I can see the processor working at 90% when the battery is connected. The solution is, of course, to detach the battery, or better to disable the Battery ACPI control. Bad Acer electronics!

    Nachfolgend gibt es Seitenweise Dankesbekundungen. Konnte es so einfach sein? Also Akku raus – und schwupps ging der Lüfter auf Normalbetrieb zurück und alles beruhigte sich! UNGLAUBLICH!

    Dann im Gerätemanager die „Microsoft ACPI-konforme Kontrollmethodenbatterie“ deaktiviert, Akku wieder rein, Verhalten bleibt normal.

    Nun weiß Windows zwar nichts mehr von dem Akku, aber was soll’s. Die Mühle läuft wieder und der Erfahrungsschatz ist um eine Anekdote reicher 🙂

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  • 22Mrz

    Hallo liebes Tagebuch,

    • Warum unterstützt die aktuelle Version 8.10 (Intrepid Ibex) mit der Server-Installations-CD kein Intel SATA-RAID (ICH10R)? Kann doch nicht sein, dass man dafür extra die Alternate-CD herunterladen muss!
    • Warum fragt diese Alternate-CD in der Standardeinstellung nicht nach der gewünschten Software, sondern installiert ein komplettes Desktop-System?
    • Warum kann man Intrepid nicht als Xen-Dom0 einrichten? Tatsächlich mal ein Fall für Debian 5.0! Lenny bekommt das ganz hervorragend hin!

    Demnächst evtl. mehr zu einer Cluster-Installation mit Debian Lenny, DRBD 8.3, LVM, Xen und Heartbeat. Die ersten Tests (inkl. Live-Migration!) waren sehr vielversprechend.

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  • 09Feb

    …und es gibt auch kein „nail“ in Ubuntu Hardy!

    nail“ ist ein Ersatz für das normale „mail“ bzw. „mailx“ Kommando, das z.B. auf einfache Art und Weise Attachments an eine per Skript verschickte Mail anhängen kann. Aus irgendeinem Grund hat es dieses praktische Progrämmchen aber nicht in die Paketverwaltung von Ubuntu Hardy geschafft! In Intrepid gibt es „nail“ wieder, dort allerdings unter dem neuen Namen „heirloom-mailx“.

    Das ist außer mir natürlich auch noch anderen Leuten aufgefallen. Derzeit scheint diese Lösung hier die einfachste zu sein:

    1. aptitude remove mailx
    2. http://packages.debian.org/sid/heirloom-mailx ansteuern und passendes Paket besorgen.
    3. dpkg -i heirloom-mailx*

    Nach den ganzen Problemen mit nicht-funktionierenden Kernels am Anfang von Hardy und dem Booting-from-degraded-arrays-Desaster also mal wieder ein Problem, das nicht so recht zu einer LTS-Version passt… Schade…

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  • 18Nov

    Heute stand mal wieder die Einrichtung einer Exchange-Umgebung an. Ich weiß schon, warum ich das letzte Mal in dieser Situation lieber den exzellenten Kerio MailServer eingesetzt habe…

    Die betreute Firma benutzt 4 bis 5 verschiedene Domains mit immer gleichen Mailkonten, und sowohl beim Senden als auch beim Empfangen soll ersichtlich sein, welche Domain nun gerade benutzt wird. Eigentlich kein Ding, oder? Tja, wer das denkt, kennt Exchange nicht. Oder kenne ich es nicht gut genug?

    Empfangen: OK, das mit dem schrottigen POP3-Connector im SBS 2003 muss ich keinem erzählen. Also mal wieder Cygwin mit cron und fetchmail eingerichtet. Die schöne Lösung mit Mailsammlung beim Provider und zentraler Abholung per UUCP ist leider nicht drin, weil der Provider nicht auf den schönen Namen Tigernet hört 😉

    Erste Idee: Ein Konto pro Benutzer mit allen dazugehörigen Mailadressen, gesammelte Zustellung durch fetchmail an diesen Account, und Server-Regeln zum Einsortieren der Mails in Domain-Unterordner. Das scheitert aber daran, dass Exchange die Information über die ursprüngliche Empfängeradresse nicht durchreicht – jedenfalls nicht so, dass man sie per Regel auswerten könnte. Eine eingehende Mail an xy@domain1.com ist also nicht von einer an xy@domain2.com zu unterscheiden.

    Also läuft es nun so: Mehrere Windows-Konten pro Benutzer, jeweils nach Maildomains aufgeteilt. Als Anhängsel zum Nachnamen gibt es „[Domain1]“ oder „[Domain2]“. fetchmail stellt an die jeweiligen Windows-Konten zu, und dort ist in den Zustelloptionen das eigentliche Hauptkonto als Ziel angegeben. So fließt die Domain in Form des Nachnamen-Anhängsels ein und ist für den Anwender sichtbar. Die Zusatzkonten werden in den Exchange-Adresslisten unsichtbar gemacht und stören so nicht weiter. Nicht schön, aber geht. Das hatten wir doch neulich erst!

    Senden: Auch nicht viel schöner. Man könnte ja denken, dass ein Benutzer alle seine zugewiesenen Mailadressen in einer Auswahlliste in Outlook zu sehen bekommt und dann auswählen kann, mit welcher Identität er gerade verschicken will. Das geht ja schließlich auch, wenn man mehrere POP3-Konten eingerichtet hat. Aber nein, das wäre ja viel zu einfach. Das geht nur mit Zusatztools von IvaSoft: SmartReply für Outlook (50$ pro Client) und ChooseFrom für Exchange (200$). Funktioniert gut, ist dem Kunden aber nicht zu vermitteln. Diese beiden Tools hätte Microsoft mal statt des POP3-Connectors kaufen und integrieren sollen!

    Was also tun, außer sich das Thunderbird-Feature mit mehreren Identitäten pro Konto zu wünschen? Mal wieder der alte Hack mit den Dummy-POP3-Konten, die nur zum Senden benutzt werden. *schüttel*

    So, genug Schauergeschichten für heute. Halloween ist schließlich schon lange vorbei!

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  • 11Nov

    Natürlich nicht im direkten Sinne. Aber sie schicken immer mehr ältere Server in den verfrühten Ruhestand und helfen so beim Stromsparen. So geschehen am letzten Wochenende mit einem Webserver, der in immer kürzeren Abständen ausfiel. Dank fernschaltbarer Steckdose (mehr dazu demnächst) konnte er kurzfristig wieder zum Leben erweckt werden, aber als ich bei einem Ausfall gerade in der Nähe war und dann doch mal hingefahren bin, habe ich einen Blick ins Gehäuse geworfen. Es grüßten mich die üblichen Elkos mit „Hut hoch“…

    Defekte Elkos

    Defekte Elkos

    Zeitlich war das ganze etwas unpassend, aber was soll man machen. Eine gute Chance, die alte Mühle (Celeron 2,4 GHz, 512 MB RAM, aber immerhin 80er-Platten in HotSwap-Rahmen an einem 3ware PATA) zu virtualisieren. Der benachbarte XEN-Host hat noch genügend Luft 🙂

    Die Hoffnung, dass das Board das Kopieren der Daten übers Netzwerk noch durchhält, hat sich natürlich schnell zerschlagen. Also schnell die Platten in eine andere Maschine mit diesen Rahmen gesteckt (die leider somit zum Opfer wurde, sorry nochmal!) und wieder von CD gebootet. Folgendes Kommando hat dann gute Dienste geleistet:

    tar cf - . | ssh xenhost "(cd /mnt/temp && tar xvf - )"

    Natürlich war damit noch nicht alles getan. Als Linux kommt hier Ubuntu 8.04 Server zum Einsatz, es fehlte noch der passende XEN-Kernel. Beim Installieren (über einen anderen Server, schließlich lief dieser ja noch nicht!) wurde ich schon stutzig, als die Version 2.6.24-16-xen angezeigt wurde. Das wird doch nicht etwa immernoch…? DOCH! Noch immer gibt es keine Version des XEN-enabled Kernels in 8.04, die nicht mit dem Netzwerk-Bug daherkommt! Schlafen die eigentlich alle?

    Nur gut, dass ich diese Sache aus den Anfängen von 8.04 schon kannte. Schnell wieder den japanischen Patch gerausgesucht -> funktioniert. Danke!

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  • 01Nov

    Anforderung: Eine XEN-VM, die bisher als SSH-Login-Server benutzt wird, soll auch ein PPTP-VPN bereitstellen. Natürlich mit MPPE-128-Verschlüsselung, wozu will man auch sonst ein VPN haben.

    Idee: pptpd installieren, Konfiguration, Port 1723 und Protokoll GRE weiterleiten, fertig.

    Tja, denkste. Gentoo hat als modernsten Kernel mit XEN-Unterstützung die 2.6.18-xen-r12 im Angebot. Und was fehlt dort? Das Modul ppp_mppe bzw. die config-Option CONFIG_PPP_MPPE!

    Nächste Idee: ppp hat ein USE-Flag namens mppe_mppc, vielleicht bringt das ja etwas. Ein paar Kompilate später ist auch dieser Weg zu Ende. Das ist wohl ein alter Patch, der rein gar nichts bringt.

    Und nun? Vielleicht einen aktuellen Stanndardkernel von Gentoo nehmen und hoffen, dass er als XEN-DomU läuft? Pustekuchen, keine XEN-Unterstützung weit und breit. Immerhin hätte es hier ppp_mppe gegeben!

    Letztendlich habe ich einen Kernel aus Ubuntu 8.04 genommen (2.6.24-19-xen) und nutze diesen nun zum Booten der Gentoo-VM. Das funktionierte aber auch erst, nachdem in /sbin/rc ein paar Zeilen auskommentiert waren, die /proc und /sys einbinden wollen. Das erledigt nämlich der Ubuntu-Kernel schon vorher, also kam es zum Abbruch. Den Tipp habe ich hier gefunden.

    Fazit: Läuft, ist aber nicht schön. Aber es muss ja auch nicht immer alles schön sein. Man denke da nur an das unschöne 0:3 des großen beim kleinen HSV, das zeitgleich stattfand…

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